Sonntag, 17. Juli 2011

Chinoiserie (1)

Bundesrat Ueli Maurer macht eine China-Reise und trifft sich mit Kader-Leuten der chinesischen Militär-Führung. Es geht unter anderem offenbar um die Einsatz-Möglichkeiten der Informatik im Kriegsgeschäft. So habe ich das jedenfalls verstanden. Und schon geht das Geschrei in der Schweiz los: Die Chinesen hätten es darauf abgesehen, unsere Militärgeheimnisse auszukundschaften. Mag ja sein, aber das können sie auch ohne offiziellen Austausch mit der Schweizer Militärführung. Sie hacken ja schon das Pentagon klein und fein, welches über wirklich Geheimes verfügt. Wir hingegen haben laut Pressemeldungen in unserem Verteidigungsministerium einen nicht funktionierenden Salat von IT-Applikationen, der uns schon Abermillionen von Franken gekostet hat und seinen Dienst in keiner Art und Weise versieht. Vielleicht ist China für die Schweiz deshalb von Interesse, um dort Interessantes über IT-Kriegstechnik abzukupfern. So, wie wir früher Kriegsmaterial in den USA eingekauft haben, orientieren wir uns jetzt gen Osten und benützen jetzt Chinesisches, was wir ja im zivilen Umfeld schon heftig tun mit unseren Handys und Computern.

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